Kryptopyrrolurie

Kryptopyrrolurie (KPU) – hinter diesem fast unausprechlichen Namen verbirgt sich ein etwas mysteriöses Stoffwechselphänomen von dem die wenigsten bisher gehört haben. Krypto (von griechisch Krypta) steht für „versteckt, verborgen“ und Pyrrole sind Bausteine bzw. Abbauprodukte bei der Bildung des roten Blutfarbstoffes Häm. Gelegentlich findet man es auch unter dem Begriff Hämpyrrolurie (HPU). Bei der Kryptopyrrolurie besteht eine Veränderung im Häm-Stoffwechsel, bei der sich bestimmte Pyrrole bilden, die Mineralstoffe und Vitamine, davon hauptsächlich Vitamin B6, Zink und Mangan, an sich binden. Diese werden dann vermehrt über den Urin ausgeschieden, sodass leicht ein Mangelzustand enstehen kann. KPU gilt als Teil der Alternativmedizin, die Schulmedizin erkennt dieses Krankheitsbild bisher nicht an. Die meisten Ärzte kennen KPU daher nicht, wohingegen es bei Heilpraktikern schon fast ein alter Hut ist. Auch Tiermediziner kennen in der Regel KPU, da es hin und wieder z.B. bei Pferden und Katzen diagnostiziert wird. Dies ist ein Aspekt, der den Verdacht nährt, dass KPU nicht anerkannt wird, weil sich mit der Heilung wenig Geld verdienen lässt – mit der Nichtbehandlung und den Folgeerkrankungen jedoch schon. Das Krankheitsbild wurde hauptsächlich in den 60er und 70er Jahren am Brain Bio Center in Princeton, New Jersey von dem anerkannten Wissenschaftler Dr. Carl C. Pfeiffer und seinem Team erforscht. Pfeiffer interessierte sich besonders für die Auswirkung von biochemischen Ungleichgewichten auf die menschliche Psyche.

Ob KPU eine eigenständige Krankheit ist, die auch vererbt werden kann oder ob es sich um ein Folgephänomen einer bereits auf andere Art manifesten Stoffwechselstörung handelt, darüber wird gestritten. Neben einer genetischen Determinierung sind als Ursachen systemische Entzündungszustände, Schwermetalle oder eine instabile Halswirbelsäule im Gespräch.

Das einzig Positive an KPU ist, dass die Diagnose mittels Urintest recht günstig ist und auch die Behandlung mit Nahrungsergänzungsmitteln verhältnismäßig einfach ist.